25.05.2019 | ArcelorMittal Duisburg

Lange Nacht der Industrie

Lange Nacht der Industrie zog wieder viele Interessierte ins Hamburger und Duisburger Werk​

Im Herbst, wenn die Tage kürzer werden, steht auch immer die Lange Nacht der Industrie an, so auch im vergangenen Jahr.

Passend zur vorweihnachtlichen Zeit konnten die Besucher wieder ein funkelndes Schauspiel beobachten, als in Duisburg die Glut aus der Schlackenpfanne floss und sich die flüssige, rotglühende Stahlwerksschlacke in die tiefer gelegene Grube ergoss oder im Hamburger Lichtbogenofen der Stahlschrott eingeschmolzen wurde. Das sind jedes Jahr wieder beeindruckende Momente für die Besucher der Langen Nacht der Industrie, denen an diesem Abend die Tore geöffnet werden, um ihnen spannende Einblicke in den Produktionsprozess zu gewähren.

In mehreren Gruppen wurden die Teilnehmer über das Werkgelände geführt – in Schutzkleidung, mit Schutzbrille und -helm. Die Führung folgte in beiden Werken nach einer kleinen Einführung weitestgehend dem Produktionsablauf und zeigte den beeindruckten Besuchern in Duisburg das Stahlwerk, die zwei Stranggussanlagen sowie die Drahtstraße. Das Knüppelwalzwerk musste aus Zeitgründen ausgelassen werden.

Im Hamburger Werk erfolgte der Rundgang durch die gesamte Produktion. Dabei hatten Besucher die Gelegenheit, ähnlich wie bei einer Mutprobe, bei der man über glühende Kohlen geht, über 900 Grad heiße Knüppel zu laufen – allerdings in sicherer Entfernung vom Laufsteg im Bereich der Stranggussanlage aus. Etwa 90 Minuten dauert eine Führung - 90 Minuten, in der die Faszination Stahlwerk auf die Besucher übersprang.

Im Duisburger Werk übernehmen Mitarbeiter, aber auch sogenannte Bärenführer die Vorstellung - das sind Rentner, die ihrem Beruf auch nach der Pensionierung verbunden geblieben sind und immer wieder gerne Führungen über das Gelände anbieten. Bei so viel lebenslanger Leidenschaft für Stahl springt der Funke einfach über, wenn beispielsweise die Duisburger Bärenführer Heinrich Buhren und Norbert Fleischer von der langen Geschichte des Werkes und von ihren ganz persönlichen Erfahrungen berichten.

 

Im Hamburger Werk finden sich jedes Jahr engagierte Jungingenieure aus der Abteilung Prozesstechnologie, die gerne die Führungen übernehmen und ihre Begeisterung für ihren Beruf mit den Besuchern teilen: Schüler, Studenten und angehende Auszubildende, aber auch Familien gehörten zu den Interessierten. Und immer wieder kommt es vor, dass aufgrund der Führung junge Leute eine Ausbildung bei ArcelorMittal spannend finden und sich im Anschluss bewerben. Auch einige Lehrer waren wieder dabei – auf der Suche nach Perspektiven für die Berufsorientierung ihrer Schüler oder auch für Praktikumsplätze.

Die Besucher faszinierten neben der gigantischen Show der Stahlproduktion zudem die vielerorts automatisierten Arbeitsabläufe, wenn beispielsweise ein mannloser Gabelstapler um die Ecke fuhr oder Pfannen automatisiert entleert wurden. Jedes Jahr melden sich mehr Interessierte an, als die Werke in Hamburg und Duisburg Plätze anbieten können. Deswegen werden die Plätze ausgelost, so dass es sich durchaus lohnt, sich immer wieder anzumelden. Vielleicht ist das ja auch eine gute Gelegenheit, die eigene Familie oder Freunde zu einem Besuch zu animieren? Denn dass die Werke ihre Tore öffnen und spannende Einblicke in die Produktion ermöglichen, ist wirklich eine besondere Gelegenheit.​